Ali Mohamed Zaki
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Ali Mohamed Zaki nimmt einen entscheidenden und ungewöhnlich sensiblen Platz in der Geschichte von MERS ein: Er gehörte zu den ersten Wissenschaftlern, die das neuartige Coronavirus identifizierten, das später als MERS-CoV benannt wurde, doch seine Rolle wird in populären Erzählungen oft auf eine Fußnote in einer umfassenderen internationalen Untersuchung reduziert. In den dokumentarischen Aufzeichnungen erscheint er als klinischer Wissenschaftler, der im Dr. Soliman Fakeeh Hospital in Jeddah arbeitet, wo ein ungewöhnlicher Fall von schwerer Atemwegserkrankung mehr als nur eine routinemäßige Behandlung erforderte. Entscheidend war nicht nur, dass ein seltsamer Erreger entdeckt wurde, sondern dass er von einem Arzt erkannt wurde, der nah genug am Patienten war, um den Unterschied zwischen gewöhnlicher Pneumonie und der Biologie, die sich vor ihm entfaltete, zu bemerken.
Zakis Bedeutung liegt in der Schwelle, die er zwischen der bedside medicine und der globalen Virologie überschritt. Ein Kliniker, der sich einem sich verschlechternden Patienten gegenübersieht, muss entscheiden, ob er behandeln, isolieren, testen oder eskalieren soll. Ein Wissenschaftler, der einem unbekannten Erreger gegenübersteht, muss fragen, zu welcher Familie er gehört, wie er sich verbreiten könnte und ob der Fall eine Abweichung oder eine Warnung darstellt. Zaki half, diese Frage nach außen zu treiben. Das anschließende wissenschaftliche Rennen umfasste mehr Institutionen, mehr Sequenzdaten und mehr internationale Expertise, aber die anfängliche Anerkennung hing von jemandem ab, der bereit war, ein seltsames Ergebnis als bedeutungsvoll und nicht als nebensächlich zu betrachten.
Solche Arbeit ist oft unsichtbar, weil sie kein Spektakel bietet. Es gibt keine Rettungsszene, keine dramatische öffentliche Ansprache, keine Menge. Es gibt einen Patienten, eine Laborprobe und einen Kliniker, der sich weigert, die Unsicherheit zur Gleichgültigkeit werden zu lassen. In Ausbrüchen ist diese Weigerung von Bedeutung. Sie ist der Unterschied zwischen einer seltsamen Pneumonie und einem untersuchten Ereignis. Sie ist auch der Unterschied zwischen einem lokalen Rätsel und einem globalen Alarm.
Zakis Biografie ist nicht vollständig öffentlich, wie es bei den Lebensgeschichten politischer Führer der Fall ist, und diese Lücke ist selbst Teil des Aufzeichnungsprozesses. Wissenschaftler in Ausbruchssituationen werden oft hauptsächlich durch das bekannt, was sie anderen ermöglicht haben zu sehen. Die dokumentarische Bedeutung seines Beitrags ist daher relational: Er gehört zu dem ersten Moment, als MERS als neue Krankheit erkennbar wurde und nicht nur als ein weiterer schwerer Atemfall. Ohne diese erste Erkennbarkeit hätte die spätere Architektur der Überwachung und Reaktion später begonnen und wahrscheinlich schlechter abgeschnitten.
In der menschlichen Geschichte von MERS repräsentiert Zaki die Art von beruflichem Mut, die leise, technisch und unverzichtbar ist. Er hat den Ausbruch nicht gestoppt. Er half, das Ding zu benennen, das angekommen war, und in der Geschichte von Ausbrüchen ist das Benennen eine Form der Eindämmung.
