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Fariq Abdul Hamid

1987 - 2014

Fariq Abdul Hamid war der erste Offizier von MH370, ein jüngerer Pilot, dessen Name nur durch das globale Rätsel, das der Flug darstellt, in das weltweite Bewusstsein einging. Er war ein ausgebildeter Verkehrsflugzeugpilot auf einem der fortschrittlichsten Passagierflugzeuge der Welt, Teil der disziplinierten zweiköpfigen Cockpitbesatzung, die Langstreckenflüge aufrechterhält. Unter normalen Umständen wäre seine Arbeit für alle außer der Fluggesellschaft, seinen Kollegen und den Passagieren, die auf sein Urteil angewiesen waren, ohne es jemals zu sehen, unsichtbar geblieben.

Seine Rolle bei MH370 ist von Bedeutung, weil das Verschwinden die normale Grenze zwischen sichtbarer und unsichtbarer Arbeit in der Luftfahrt verwischte. Ein erster Offizier ist kein Lehrling im lockeren Sinne; er ist ein vollqualifizierter Fachmann, dessen Aufgabe es ist, das Flugzeug in Partnerschaft mit dem Kapitän zu steuern, Entscheidungen zu überprüfen und eine Redundanz gegen Fehler zu bieten. In einer Katastrophe, die mehr Theorien als Antworten hervorgebracht hat, wurde Fariqs Position endlos, oft unfair, untersucht. Die offiziellen Ermittlungen haben keine definitive öffentliche Erklärung dafür geliefert, was im Cockpit geschah, und diese Abwesenheit sollte Spekulationen dämpfen.

Was klar ist, ist, dass der letzte anerkannte Funkkontakt des Fluges eine routinemäßige Übergabe vom Cockpit war, eine der gewöhnlichsten Handlungen im Airline-Betrieb. Diese Gewöhnlichkeit verleiht Fariqs Geschichte ihren Schmerz. Die Männer im Cockpit verrichteten einen Job, dem Millionen von Passagieren täglich vertrauen, und dann brach die Kette der Sichtbarkeit. Er wurde nicht durch Heldentaten oder Fehler in bewiesener Weise berühmt; er wurde berühmt, weil das Flugzeug nicht im System blieb, das seine Handlungen hätte erklären können.

Fariqs Biografie erinnert uns auch daran, wie jung viele Airline-Profis sind, wenn sie gebeten werden, immense Verantwortung zu übernehmen. Geboren 1987, gehörte er zu einer Generation, die mit globalisiertem Flugreisen als Faktum des Lebens aufwuchs. Seine Karriere repräsentierte das Versprechen dieses Systems: technische Ausbildung, Aufstiegsmöglichkeiten und die Teilnahme an einem Netzwerk, das Kontinente verkleinert. MH370 verwandelte dieses Versprechen in eine der dunkelsten Unsicherheiten der modernen Luftfahrt.

Für die Öffentlichkeit bleibt sein Name mit den letzten Minuten eines Fluges verbunden, der niemals seine vollständigen Aufzeichnungen preisgab. Für die Geschichte steht er als einer von 239 Menschen, deren Leben nicht durch eine sichtbare Absturzszene, sondern durch ein Verschwinden, dessen Cockpit nicht geborgen wurde, beendet wurde. Das macht ihn nicht zu einer Figur in einer Mysteriensgeschichte, sondern zu einem der realen Menschen, die darin gefangen sind.

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