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WissenschaftlerSeismology / Italian scientific communityItaly

Giuseppe Mercalli

1850 - 1914

Giuseppe Mercalli ist untrennbar mit dem Erdbeben von Messina verbunden, da sein wissenschaftliches Erbe eines der Hauptinstrumente lieferte, mit dem Schäden und Intensität verstanden wurden. Am bekanntesten ist er für die Mercalli-Intensitätsskala, die eine Generation von Wissenschaftlern repräsentiert, die versuchten, Zerstörung in vergleichbare Beweise zu übersetzen, bevor die moderne instrumentelle Seismologie vollständig erklären konnte, was geschehen war. In einer Katastrophe dieses Ausmaßes war das von enormer Bedeutung. Der Unterschied zwischen Anekdote und Analyse ist der Unterschied zwischen bloßem Trauern und Lernen.

Mercalli hat das Erdbeben natürlich nicht verursacht, aber sein Rahmen half späteren Beobachtern, das Flickwerk der Ruinen in Messina und Kalabrien zu interpretieren. Intensitätsskalen basieren darauf, was Gebäude taten, was Menschen fühlten und wie die Landschaft reagierte. Diese Art der Beobachtungswissenschaft ist besonders wichtig für Katastrophen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts, als Instrumente rar waren und viele Aufzeichnungen zerstört wurden. Das Beben und der Tsunami erzeugten eine Landschaft aus zerbrochenem Mauerwerk und menschlichem Zeugnis, die von Wissenschaftlern als Daten behandelt werden mussten.

Seine Rolle in der breiteren Geschichte des Ereignisses ist indirekt, aber grundlegend. Spätere Rekonstruktionen der Katastrophe von Messina beruhten auf der sorgfältigen Korrelation von Schadensmustern und Augenzeugenberichten — der Art von Arbeit, die Mercallis Erbe möglich machte. Deshalb gehört er in eine Dokumentation über das Erdbeben, obwohl er kein Retter oder Opfer im gewöhnlichen Sinne war. Er lieferte die Sprache, durch die die Gewalt des Ereignisses systematisch mit anderen Erdbeben verglichen werden konnte.

Die Eleganz dieses Beitrags sollte seinen menschlichen Zweck nicht verschleiern. Wissenschaftliche Klassifikation mag abstrakt erscheinen, aber in der Katastrophengeschichte dient sie dem Gedächtnis, dem Design und der öffentlichen Sicherheit. Durch die Unterscheidung zwischen Schüttel- und Schadenslevels half Mercallis Arbeit zukünftigen Generationen, präziser über Verwundbarkeit nachzudenken. Das Erdbeben von Messina wurde zu einem der Hauptfälle, durch die die italienische und internationale Seismologie reifte.

Mercalli starb 1914, bevor das volle langfristige wissenschaftliche und politische Erbe von Messina gemessen werden konnte. Dennoch überlebt sein Name, weil das Erdbeben bestätigte, wie notwendig Beobachtungswissenschaft geworden war. In diesem Sinne ist er eine der stillen zentralen Figuren der Katastrophe: nicht vor Ort, aber präsent in der Methode, durch die die Gewalt des Bodens später verstanden wurde.

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