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ErmittlerFederal Bureau of InvestigationUnited States

Richard Marquise

1949 - Present

Richard Marquise war einer der amerikanischen Ermittler, die an dem langwierigen Versuch beteiligt waren, den Anschlag auf Lockerbie zu verstehen und zu verfolgen. In einem Fall, der sich über Schottland, England, Malta, Deutschland und die Vereinigten Staaten erstreckte, bestand die Aufgabe eines FBI-Ermittlers nie nur darin, Hinweise zu sammeln; es ging darum, sie mit einem rechtlichen Standard zu verbinden, der einer gerichtlichen Prüfung standhalten konnte. Marquise arbeitete in der Welt, in der die Terrorismusermittlung mit Fluggesellschaftsunterlagen, Geheimdienstbewertungen und interinstitutioneller Zusammenarbeit zusammentrifft.

Was seine Rolle schwierig machte, war die Natur der Beweise selbst. Der Pan Am Flug 103 lieferte kein klares Geständnis oder ein einzelnes dramatisches forensisches Objekt. Er lieferte Fragmente: verkohltes Metall, Teile von Leiterplatten, Gepäckunterlagen, Reiseverläufe und Zeugenaussagen, die gegeneinander geprüft werden mussten. Ermittler wie Marquise mussten zwischen technischen Details und einer breiteren Erzählung wechseln, ohne dass eines von beiden zusammenbrach. In solchen Fällen ist die Disziplin des Ermittlers ebenso wichtig wie der Hinweis. Eine schwache Kette kann eine Anklage Jahre später zum Zerreißen bringen.

Marquises Arbeit gehört zur Phase der Katastrophenreaktion, die nach dem Löschen des Feuers, aber bevor die Geschichte sich gefestigt hat, stattfindet. Die Öffentlichkeit stellt sich oft vor, dass die Ermittlungen ein administrativer Nachgedanke sind; in Wirklichkeit war es für Lockerbie Teil des fortdauernden Lebens des Ereignisses. Die Bombe war nicht nur ein Mordakt, sondern ein Rätsel, das über viele Jahre transnationale Zusammenarbeit erforderte. Marquise half, die amerikanische Seite dieses Bemühens zu vertreten, einschließlich der mühsamen Verbindung zwischen den Agenturen und der letztendlichen Formulierung eines Falls, der vor Gericht präsentiert werden konnte.

Seine Bedeutung liegt auch in dem größeren Wandel, den Lockerbie beschleunigte. Der Luftfahrtterrorismus wurde zu einem Bereich, in dem Strafverfolgungs- und Geheimdienstbehörden viel enger zusammenarbeiten mussten als zuvor. Ermittler wie Marquise operierten an der Grenze, wo kriminalistische Untersuchungen zur Geschichte der nationalen Sicherheit werden. In dieser Grenzzone sind die Details wichtig: der Ursprung eines Koffers, der Weg eines Fragmentes, die Aussage eines Zeugen, der Zeitpunkt eines Fluggesellschaftstransfers. Lockerbies Erbe ist untrennbar mit dieser forensischen Geduld verbunden.

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