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WissenschaftlerIndependent cyclone and disaster analysisUnited Kingdom

Richard Tapper

? - Present

Richard Tapper wird mit der Expertenanalyse des Zyklons Nargis in der Nachbereitung in Verbindung gebracht, insbesondere in Diskussionen über Sturmfluten, Verwundbarkeit und warum die Katastrophe so viele Menschen im Irrawaddy-Delta das Leben kostete. Er war kein Kommandant der Hilfsoperationen und auch kein Architekt von Politiken, die versuchten, das Chaos nach dem Landfall zu regieren. Seine Rolle war nüchterner und in gewisser Weise beunruhigender: Er half dabei, eine menschliche Katastrophe in einen verständlichen wissenschaftlichen Bericht zu übersetzen. Diese Art von Arbeit kann von außen blutleer erscheinen, doch sie trägt ihren eigenen moralischen Druck in sich. Nach einer Katastrophe gibt es oft einen Wettstreit zwischen Erinnerung, Schuldzuweisung und Erklärung. Tapper gehörte zu dem Lager, das glaubte, dass Erklärung kein Luxus, sondern eine Pflicht sei.

Sein Beitrag steht in der technischen Literatur, die klärte, wie Nargis ein mächtiges zyklonisches System mit einer Landschaft kombinierte, die für Zerstörung bereit war. Das Irrawaddy-Delta wurde nicht einfach „getroffen“; es war exponiert. Seine niedrig gelegene Geographie, Flusskanäle und degradierte natürliche Abwehrmechanismen machten es ungewöhnlich anfällig für eine Flut, die weit ins Landesinnere vordringen konnte. Tapper und andere in dieser analytischen Tradition halfen zu zeigen, dass das Ausmaß der Katastrophe nicht geheimnisvoll war, wie es die Menschen manchmal hoffen, dass es bei einer Katastrophe der Fall sein könnte. Es war das vorhersehbare Ergebnis der Meteorologie, die auf eine überexponierte Küste traf. In diesem Sinne war seine Arbeit ein Akt der Entmystifizierung. Er reduzierte die Versuchung, massiven Tod als Schicksalsakt zu betrachten, und bestand darauf, das Terrain zu lesen.

Diese Beharrlichkeit offenbart etwas über das Temperament, das für diese Art von biografischer Rolle erforderlich ist. Wissenschaftler, die an Katastrophen arbeiten, stehen oft emotional auf Distanz zum Ereignis in der Öffentlichkeit, doch die Distanz ist nicht dasselbe wie Gleichgültigkeit. Es ist eine berufliche Disziplin und manchmal eine Verteidigung gegen die Größe dessen, was sie beschreiben. Tappers wahrscheinliche Rechtfertigung für eine solche Arbeit war einfach: Wenn die Mechanismen verstanden werden, könnte die nächste Katastrophe weniger Menschenleben fordern. Die intellektuelle Haltung ist klinisch, aber das Motiv kann tief moralisch sein. Man zerlegt den Sturm, um die Lebenden zu verschonen.

Es gibt auch einen stillen Widerspruch in dieser Art von öffentlicher Figur. Indem er die physikalischen Ursachen betonte, half Tapper, die Verantwortlichkeit zu schärfen, doch wissenschaftliche Klarheit kann niemals selbst Gerechtigkeit liefern. Seine Analyse konnte zeigen, warum Wasser ins Landesinnere vordrang, warum schwache Strukturen versagten und warum ein Delta mit erodierten Pufferzonen zu einem Schlachtfeld wurde. Was sie nicht tun konnte, war, die Toten zurückzubringen, die Nachlässigen zu bestrafen oder das Leiden der Familien, deren Verluste in Karten, Modellen und Sterblichkeitsstatistiken übersetzt wurden, vollständig zu erfassen. Der Wissenschaftler wird in der Tat zum Verwalter des Faktenschemas, während die menschlichen Kosten größer bleiben als die Sprache, die zur Verfügung steht, um sie zu fassen.

Das ist die tiefere Konsequenz von Tappers Arbeit: Sie machte die Katastrophe schwerer zu leugnen und einfacher zu lernen, aber sie offenbarte auch die Grenzen des Wissens. Im Nargis-Dokument steht er für die notwendige Intelligenz nach der Katastrophe, die nach Empörung und vor dem Vergessen kommt. Seine Bedeutung liegt darin, zu helfen, festzustellen, dass die Katastrophe nicht nur meteorologisch war. Sie war strukturell, vorhersehbar und teilweise vermeidbar.

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