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Back to Tsunami in Papua-Neuguinea
WissenschaftlerTsukuba University / tsunami researchJapan

Shigeo Y. Tanioka

1954 - Present

Shigeo Y. Tanioka wurde zu einem der Wissenschaftler, die am engsten damit verbunden sind, zu erklären, warum der Tsunami von Papua-Neuguinea im Jahr 1998 weit über eine Küstenlinie hinaus von Bedeutung war. Seine Rolle war nicht theatralisch, und das ist Teil ihrer Wichtigkeit. Er arbeitete in der langsamen, anspruchsvollen Weise, die die Wissenschaft nach Katastrophen erfordert: Er verglich die Bathymetrie, seismische Aufzeichnungen und beobachtete Wellenläufe, um einen Mechanismus zu rekonstruieren, den das Gedächtnis von Augenzeugen allein nicht auflösen konnte. In einer Katastrophe, die durch Geschwindigkeit definiert ist, repräsentierte er die gegenteilige Art von Arbeit — geduldig, analytisch und skeptisch gegenüber einfachen Antworten.

Die Bedeutung von Taniokas Arbeit liegt in der Korrektur, die sie früheren Annahmen bot. Ein moderates Erdbeben vor Aitape passte nicht zum alten öffentlichen Bild der Tsunamigefahr, das dazu neigte, sich auf massive, entfernte Subduktionsbrüche zu konzentrieren. Indem er half, die wahrscheinliche Rolle eines submarinen Erdrutsches zu demonstrieren, erweiterten er und seine Mitarbeiter die Gefahrenkarte. Das war keine kleine interpretative Veränderung. Es veränderte die Art und Weise, wie Wissenschaftler, Notfallplaner und Küstenregierungen über das Risiko von Tsunamis aus nächster Nähe nachdenken würden.

Was eine Figur wie Tanioka in der Katastrophengeschichte wichtig macht, ist die Lücke zwischen Daten und Konsequenz. Er rettete keine Menschen vor der Welle. Er half, zukünftige Küstenlinien vor Unwissenheit zu retten. Die wissenschaftliche Dokumentation, die auf das Ereignis in Papua-Neuguinea folgte, wurde Teil der Grundlage für spätere Warnungen, dass Tsunamis aus lokalen Quellen mit fast keiner Vorwarnzeit tödlich sein können. Sein Beitrag gehört daher ebenso zur Prävention wie zur Erklärung.

Taniokas Arbeit unterstreicht auch eine moralische Dimension wissenschaftlicher Untersuchungen. Der Zweck der Rekonstruktion bestand nicht nur darin, einen Mechanismus zuzuweisen, sondern die Toten zu respektieren, indem man verstand, warum sie starben. In diesem Sinne war die Präzision seiner Ergebnisse eine Form des Gedenkens. Er half, ein Feld der Zerstörung in Wissen zu übersetzen, das andernorts Leben retten konnte.

Geboren 1954 in Japan, war Taniokas Karriere mit der Tsunamiforschung verbunden, und die Katastrophe von Aitape wurde zu einem der prägendsten Beispiele in diesem Bereich. Sein Name ist nun mit der Lehre verbunden, dass die Gefahr einer Küstenlinie nicht nur im Erdbeben liegt, das sie spürt, sondern auch in der Form des Meeresbodens, den sie nicht sehen kann.

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