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Floods & Droughts

Dürre im Horn von Afrika

Im Horn von Afrika fiel der Regen eine Saison nach der anderen aus, und als die Welt schließlich das Ausmaß der Hungersnot erkannte, hatte sich die Dürre bereits in eine Hungersnot verwandelt, die Hunderttausende von Leben fordern würde.

2011 - PresentAfrica2011

Quick Facts

Period
2011 - Present
Region
Africa
Key Figures
Amina Hassan, Judy Cheng-Hopkins, Mohamed Mohamud +2 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Fehlgeschlagene kurze Regenfälle

**2010-10** — Die Regenfälle von Oktober bis Dezember 2010 waren in wichtigen Teilen des Horns von Afrika unzureichend, wodurch der Boden trocken blieb und der Erholungszyklus der Weidewirtschaft vor Beginn des Jahres 2011 geschwächt wurde. Frühwarnsysteme begannen, ein Muster zu registrieren, das sich verschlechtern würde, wenn die nächste Saison sich nicht erholte.

Die Trockenzeit vertieft sich

**2011-03** — Da die erwarteten Regenfälle von März bis Mai ausblieben, nahmen die Wasserquellen ab und die Bedingungen für das Vieh verschlechterten sich. Die Marktüberwachung zeigte, dass die Getreidepreise stiegen, während die Tierwerte fielen, was die Haushalte zwischen verlorenem Einkommen und steigenden Lebensmittelkosten gefangen hielt.

Vertreibung beschleunigt sich

**2011-05** — Familien begannen in größerem Maße, ländliche Gebiete zu verlassen, da die Weideflächen versagten und die Notfallbewältigungsstrategien erschöpft waren. Die Migration in Richtung Städte, Lager und Grenzgebiete wurde zu einem der deutlichsten Zeichen dafür, dass die Dürre von einer Notlage in eine Krise übergegangen war.

Hungerkatastrophe im Süden Somalias ausgerufen

**2011-07-20** — Die Vereinten Nationen erklärten offiziell eine Hungersnot in Teilen Südsomalias und bestätigten, dass akute Ernährungsunsicherheit und Sterblichkeit die technische Schwelle überschritten hatten. Die Erklärung erfolgte nach monatelangen Warnungen und erfasste nicht das volle Ausmaß des bereits stattfindenden Leidens.

Lager und Kliniken überfordert

**2011-08** — Hilfsstellen in Mogadischu, Dadaab und Teilen Äthiopiens wurden überlastet, als stark unterernährte Familien in großen Zahlen eintrafen. Therapeutische Ernährung, Behandlung von Dehydration und Wasserversorgung wurden zu dringenden Prioritäten, während die Zahl der Todesopfer weiter anstieg.

Humanitäre Offensive beginnt

**2011-08** — Hilfsorganisationen erweiterten die Ernährungsprogramme, organisierten Wassertransporte und leisteten Notfallmedizinische Versorgung, während internationale Appelle mehr Mittel einwarben. Die Reaktion begann, aufzuholen, jedoch erst nachdem die Sterblichkeit bereits stark angestiegen war.

Massenvertreibungen stabilisieren sich in Lagern

**2011-09** — Eine große Anzahl von vertriebenen Menschen ließ sich in formellen und informellen Lagern nieder, insbesondere in Kenia und Somalia, wo die Verteilung von Hilfsgütern planmäßiger organisiert werden konnte. Der Notfall wandelte sich von einer mobilen Krise zu einem langwierigen humanitären Management.

Sterblichkeitsumfragen beginnen, das Ausmaß zu klären

**2012-01** — Retrospektive Umfragen und die Sammlung humanitärer Daten begannen, die Schwere von Übersterblichkeit und Unterernährung klarer zu definieren. Da die Registrierungssysteme unvollständig waren, verließen sich die Analysten auf Schätzungen und Bereiche anstelle von genauen Zahlen.

UN-Überschusssterblichkeits-Schätzung veröffentlicht

**2013-03** — Eine Analyse der Vereinten Nationen schätzte später, dass etwa 250.000 übermäßige Todesfälle mit der Hungersnot in Somalia im Jahr 2011 in Verbindung standen. Diese Zahl gab der Öffentlichkeit einen Eindruck von einer Katastrophe, die die frühen Warnungen bei weitem übertroffen hatte.

Überprüfung der Reaktion hebt verzögerte Maßnahmen hervor

**2013-04** — Humanitäre Überprüfungen kamen zu dem Schluss, dass Warnungen vor der Hungersnot verfügbar waren, aber dass die Finanzierung und die Reaktion zu langsam waren. Die zentrale Erkenntnis war, dass die Verzögerung, nicht die Unkenntnis, die Dürre in den Massentod verwandelte.

Frühe Maßnahmen und Debatten über Resilienz erweitern sich

**2014-01** — Politische Diskussionen nach der Hungersnot förderten eine frühere reaktionsbasierte Antwort, eine stärkere Dürreüberwachung und Investitionen in die Resilienz in pastoralen Gebieten. Die Krise trug dazu bei, die humanitäre Praxis dahingehend umzugestalten, dass Maßnahmen ergriffen werden, bevor Hungerschwellen erreicht werden.

Hungererinnerung und politische Erinnerung

**2014-07** — Die Hungersnot trat in die Berichterstattung über Jahrestage, humanitäre Schulungen und das Gedächtnis regionaler Politiken als Fallstudie für verzögerte Reaktionen ein. Sie wurde zu einer Benchmark-Katastrophe, um zu messen, wie die Welt mit Dürre umgeht, bevor sie zur Hungersnot wird.

Sources

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