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Maritime Disasters

Lusitania

Ein Luxusliner segelte in eine Kriegszone mit Passagieren, die glaubten, das Meer gehöre noch dem Gesetz. Ein Torpedo beendete diese Illusion und trug dazu bei, die Politik des zwanzigsten Jahrhunderts zu verändern.

1915 - PresentEurope1915

Quick Facts

Period
1915 - Present
Region
Europe
Key Figures
Alfred Gwynne Vanderbilt, Lord Mersey, Walther Schwieger +2 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Lusitania tritt in den Dienst

**1907-06** — Der Liner beginnt den kommerziellen Dienst als eines von Cunards großen Atlantik-Expressschiffen und symbolisiert die Geschwindigkeit und den Prestige des Ozeanreisens vor dem Krieg. Ihr Design und ihr Ruf tragen dazu bei, das falsche Gefühl zu erzeugen, dass Größe und Modernität das Meer beherrschen können.

Abschied von New York

**1915-05-01** — Die Lusitania sticht unter dem Kommando von Kapitän William Thomas Turner von New York aus zu einer routinemäßigen Überfahrt in See, die bereits von Krieg überschattet wird. Passagiere und Besatzung begeben sich auf eine Reise, deren Risiken sowohl politischer als auch maritimer Natur geworden sind.

Warnung der Deutschen Botschaft veröffentlicht

**1915-05-07** — Die Mitteilung der deutschen Botschaft in amerikanischen Zeitungen warnt, dass britische und alliierte Schiffe in der Kriegszone der Zerstörung ausgesetzt sind. Die Warnung ist öffentlich und eindeutig, doch ihre Wirkung wird weiterhin von den gewohnten Gepflogenheiten des transatlantischen Reisens absorbiert.

Torpedoangriff

**1915-05-07** — Um etwa 14:10 Uhr feuert U-20 einen Torpedo ab, der die Lusitania an der Steuerbordseite vor der irischen Küste trifft. Die Explosion markiert den Beginn der Katastrophe und löst sofort die Kettenreaktion von Überflutung und Schräglage aus, die das Schiff zum Sinken bringen wird.

Schnelle Steuerbordneigung

**1915-05-07** — Innerhalb von Minuten entwickelt das Schiff eine gefährliche Schräglage, die Handhabung der Rettungsboote wird zunehmend schwierig, und die internen Schäden verschlimmern sich. Die physikalische Geometrie des Schiffes ändert sich so schnell, dass viele Passagiere keine benutzbaren Fluchtwege erreichen können.

Senkung Abgeschlossen

**1915-05-07** — Der Liner verschwindet etwa 18 Minuten nach dem Torpedotreffer unter der Oberfläche und lässt Hunderte im Wasser und andere, die im Wrack gefangen sind, zurück. Zeitgenössische und offizielle Rekonstruktionen stimmen über das kurze Intervall überein, obwohl die genauen Details von Minute zu Minute weiterhin umstritten sind.

Rettung trifft ein

**1915-05-07** — Fischerboote, Hafenfahrzeuge und Marineeinheiten beginnen, Überlebende zu sammeln und sie in Richtung Queenstown zu transportieren. Die Rettung erfolgt sofort, ist jedoch improvisiert, geprägt von kaltem Wasser, Schock und dem Chaos überfüllter Boote.

Erste Opferzahlen zirkulieren

**1915-05-08** — Berichte aus dem Hafen und der Presse beginnen, die Toten und Vermissten zusammenzustellen, während Überlebende versammelt, behandelt und identifiziert werden. Spätere Vergleiche kommen auf 1.198 Tote, obwohl die Zahlen in verschiedenen Quellen leicht variieren.

Beginn der Untersuchung des britischen Wrackkommissars

**1915-05** — Eine offizielle Untersuchung unter Lord Mersey beginnt mit der Prüfung des Sinkens, des Kurses des Schiffes, des Torpedotreffers und der Möglichkeit von Sekundärexplosionen. Die Verhandlungen schaffen das zentrale rechtliche Protokoll für die Katastrophe.

Ergebnisse der Untersuchung veröffentlicht

**1915-07** — Die britische Untersuchung bestätigt formell, dass die Lusitania torpediert wurde und dass die Katastrophe durch feindliche Handlungen in Kriegsgewässern verursacht wurde, während die Debatte über sekundäre Detonationen und die Ladung anhält. Die Ergebnisse werden grundlegend für die spätere historische Behandlung des Untergangs.

Unbeschränkter U-Boot-Krieg Wiederaufgenommen

**1917-02** — Deutschlands Rückkehr zur uneingeschränkten U-Boot-Kriegsführung vertieft die strategische Krise, die die Lusitania angedeutet hatte. Der Politikwechsel trägt dazu bei, die Vereinigten Staaten näher an den Eintritt in den Krieg zu bringen.

Lusitania tritt in das öffentliche Gedächtnis ein

**1918-00** — Bis zum Ende des Krieges ist das Sinken zu einem dauerhaften Symbol in Reden, Büchern und Gedenkpraktiken geworden. Der Name des Schiffes bleibt als Kurzform für die zivile Verwundbarkeit im industriellen Krieg erhalten.

Sources

  • official_report
    The Wreck Commissioner’s Inquiry: Report on the Loss of the Steamship Lusitania

    Primary British official inquiry chaired by Lord Mersey; foundational record on cause and sequence.

  • official_archive
    National Archives (UK): Lusitania inquiry records

    Archival holdings for inquiry papers, testimony, and government records.

  • reference_work
    Encyclopaedia Britannica: Lusitania

    Concise overview with standard casualty and historical framing.

  • book
    RMS Lusitania: Britain’s Greatest Ocean Liner, and the Ship That Changed the World

    Detailed modern history by Diana Preston; useful for context and aftermath.

  • book
    Lusitania: Triumph, Tragedy, and the End of the Edwardian Age

    Greg King and Penny Wilson provide narrative reconstruction and passenger-centered detail.

  • primary_source_history
    U-20 and the sinking of Lusitania

    Accounts based on German naval records and submarine command history.

  • journalism_archive
    The New York Times archive on the sinking of Lusitania

    Contemporaneous reporting on the attack, deaths, and public reaction.

  • official_archive
    Library of Congress: Lusitania photographs and related materials

    Primary visual and documentary materials connected to the disaster and its memory.

  • journalism_history
    National Geographic / Smithsonian historical coverage of Lusitania

    Accessible secondary synthesis drawing on maritime and wartime scholarship.

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