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WissenschaftlerNOAA / Gulf spill response scienceUnited States

S. Louise Kolbert

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S. Louise Kolbert gehört nicht zu den berühmten Namen, die am häufigsten mit Deepwater Horizon in Verbindung gebracht werden, aber Wissenschaftler und Analysten im Reaktionsteam spielten eine entscheidende Rolle dabei, den Ölteppich auf dem Wasser in einen evidenzbasierten Umweltsachverhalt zu verwandeln. Nach dem Blowout mussten Bundeswissenschaftler und ihre Partner schätzen, wohin das Öl gelangte, wie viel entkommen war und welche ökologischen Folgen dies haben könnte. Diese Arbeit erforderte geduldige Probenahme, Modellierung und die Bereitschaft, Unsicherheit zuzugeben.

Kolbert, als mit NOAA verbundene Wissenschaftlerin im weiteren Reaktionsökosystem, steht für die Art von Expertise, auf die Katastrophen nach dem Erlöschen der Flammen angewiesen sind. Die Öffentlichkeit stellt sich die Reaktion oft als eine Angelegenheit von Barrieren, Skimmern und Aufräumteams vor. In Wirklichkeit erfordert ein Leck dieser Größenordnung auch die Verfolgung von Ölplumes, Küstenuntersuchungen, Fischereibewertungen und langfristige Überwachung. Wissenschaftler wurden gebeten, all dies zu tun, während das Quellbohrloch weiterhin drohte, zu lecken.

Das wichtige moralische Merkmal dieser Arbeit ist Zurückhaltung. Wissenschaftler konnten nicht einfach Gewissheit erklären, wo die Daten dies nicht unterstützten. Im Rahmen der Reaktion auf Deepwater Horizon bedeutete das, beobachtetes Öl von modelliertem Öl zu unterscheiden, sichtbare Küstenschäden von untergetauchtem Einfluss und kurzfristige Kontamination von langfristigen ökologischen Effekten. Das Ergebnis war keine einzige klare Zahl, sondern ein sich entwickelndes Bild eines gewaltigen Ereignisses.

Eine zentrale Tatsache aus den wissenschaftlichen Aufzeichnungen ist, dass die bundesstaatliche Schätzung des Austritts, etwa 4,9 Millionen Barrel, von einer nachträglichen Analyse abhängte und nicht von direkten Messungen zum Zeitpunkt der Entladung. Das ist das Problem, das Wissenschaftler wie Kolbert lösen mussten: Wie man eine Katastrophe aus partiellen Beweisen in einer fluiden Umgebung rekonstruiert, die genaues Zählen widersteht.

Ihre Bedeutung in der Geschichte der Katastrophe liegt in dieser Rolle der disziplinierten Interpretation. Deepwater Horizon war nicht nur ein Versagen der Technik; es war auch eine Herausforderung für die Umweltwissenschaft. Die Reaktion machte deutlich, dass das Verständnis eines Lecks selbst eine Form der Rettung ist, da Politik, Entschädigung und ökologische Wiederherstellung alle davon abhängen, was die Wissenschaftler beweisen können.

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