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Back to Eruption des Kelud
WissenschaftlerVolcanological and geological study of the Dutch East IndiesNetherlands

W. J. A. M. van Bemmelen

1890 - 1982

W. J. A. M. van Bemmelen gehörte zu der Generation, die die Vulkane Indonesiens von Objekten des Schreckens in Objekte systematischer Forschung verwandelte, jedoch niemals in sichere. Er war ein niederländischer Geologe, dessen Arbeit über die Ostindien half, vulkanische Gefahren in Bezug auf Struktur, Entwässerung und Ausbruchsverhalten zu definieren, und nicht nur als Spektakel. Im Kelud-Desaster liegt seine Bedeutung weniger im Moment des Ausbruchs als in der späteren wissenschaftlichen Tradition, die das Ereignis von 1919 als Beweis dafür betrachtete, dass ein Kratersee einen vulkanischen Ausbruch in eine immense Lahar-Katastrophe verwandeln kann.

Van Bemmelens Karriere befindet sich an der Schnittstelle zwischen kolonialer Wissenschaft und praktischer Gefahrenanalyse. Er arbeitete innerhalb von Institutionen, die Zugang zu Karten, Proben, Feldberichten und Verwaltungsunterlagen hatten, aber er erbte auch ein Problem, das durch reine Beobachtung nicht gelöst werden konnte: Wie kann Wissen in Prävention umgewandelt werden, an Orten, an denen Menschen bereits auf vulkanischen Böden lebten? Kelud war für ihn von Bedeutung, weil es die verborgenen Mechanismen der Gefahr dramatisierte. Der See des Berges, seine Entwässerungstäler und sein eruptives Durchbrechen waren keine nebensächlichen Details. Sie waren der Schlüssel zum Verständnis, warum der Ausbruch so viele Menschen tötete.

Seine Bedeutung liegt auch in der Art und Weise, wie wissenschaftliches Gedächtnis nach einer Katastrophe aufgebaut wird. Das Ereignis von 1919 wurde zu einem der Beispiele, die von späteren Geologen und Vulkanologen verwendet wurden, um Lahar-Risiken, Instabilität von Kraterseen und die Notwendigkeit integrierter vulkanischer Überwachung zu erklären. Van Bemmelens Arbeit half festzustellen, dass Indonesiens Vulkane als lebende Systeme mit hydrologischen sowie magmatischen Komponenten untersucht werden mussten. Diese Einsicht würde den kolonialen Kontext überdauern, in dem sie erstmals formalisiert wurde.

Trotz der Distanz seiner Rolle zu den Dörfern, die von der Lahar betroffen waren, trug seine Arbeit ethisches Gewicht. Wissenschaftliche Klassifikation war hier kein akademisches Übung. Es war die Sprache, durch die die nächste Katastrophe möglicherweise verringert werden könnte. In diesem Sinne bestand sein Beitrag darin, Kelud von einer lokalen Tragödie in eine globale Lektion über vulkanische Seen und die Verwundbarkeit stromabwärts zu verwandeln.

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