Eruption des Kelud
Kelud hatte jahrelang über Java geschlafen, aber unter seinem Kratersee lud der Berg eine Waffe auf: Als der Vulkan schließlich ausbrach, wurde Wasser zum Träger des Feuers, und die Dörfer darunter wurden von einer plötzlichen, tödlichen Flut überwältigt.
Quick Facts
- Period
- 1919 - Present
- Region
- Asia
- Key Figures
- Dr. R. W. van Bemmelen, Jan Hendrik Louwes, Survivors and rescuers of Kelud +2 more
Key Figures
Dr. R. W. van Bemmelen
Investigator
Scientific investigation of volcanic hazards in the Dutch East IndiesDr. R. W. van Bemmelen gehört zu einer Klasse wissenschaftlicher Persönlichkeiten, deren Ruf nicht auf dramatischen Erfi...
Jan Hendrik Louwes
Official
Dutch colonial administration in East JavaJan Hendrik Louwes repräsentiert die koloniale Verwaltungswelt, die mit dem Kelud-Ausbruch nicht als geologische Kuriosi...
Survivors and rescuers of Kelud
Survivor
Local villages and relief parties in East JavaDie Überlebenden von Kelud lassen sich nicht auf eine einzige Biografie reduzieren, sondern gehören als menschliche Kate...
Unnamed villagers of the Brantas drainage
Victims
Agricultural communities below Mount KeludDie wichtigsten menschlichen Figuren in der Katastrophe von Kelud sind die Menschen, deren Namen nicht klar im Protokoll...
W. J. A. M. van Bemmelen
Scientist
Volcanological and geological study of the Dutch East IndiesW. J. A. M. van Bemmelen gehörte zu der Generation, die die Vulkane Indonesiens von Objekten des Schreckens in Objekte s...
The Story
This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.
Die Welt davor
In Ost-Java war die Welt um den Kelud kein Wildnisgebiet, sondern eine arbeitende Landschaft. Reisfelder zogen sich über die Hänge und Niederungen, Bewässerungs...
Die Warnzeichen
Die erste Sprache des Berges war physisch und nicht verbal. In der Zeit vor dem Ausbruch bemerkten Beobachter zunehmende Unruhe am Kelud: seismische Aktivitäten...
Katastrophe
Am etwa 21:00 Uhr am 19. Mai 1919 brach der Kelud mit plötzlicher Gewalt aus. Der Zeitpunkt war entscheidend. Es war Nacht, die Sicht war schlecht und die gewöh...
Die Abrechnung
Als das Tageslicht über die Region Kelud kam, wurde das Ausmaß der Zerstörung in Teilen sichtbar. Was durch Dunkelheit und Regen verborgen war, zeigte sich nun ...
Folgen & Vermächtnis
Im langfristigen Blickwinkel wurde der Ausbruch des Kelud zu einer Fallstudie darüber, wie Kraterseen vulkanische Gefahren verstärken. Spätere wissenschaftliche...
Timeline
Kelud zeigt zunehmende Unruhe
**1919-05-01** — In den ersten Wochen des Mai bemerkten Beobachter eine zunehmende vulkanische Unruhe am Mount Kelud. Seismische und kraterbezogene Veränderungen deuteten darauf hin, dass der Berg nicht mehr ruhig war, obwohl der genaue Zeitpunkt eines möglichen finalen Auslösers ungewiss blieb.
Der Kratersee wird zur zentralen Gefahr
**1919-05-19** — Wissenschaftliche und später historische Berichte identifizieren den Kratersee als das Merkmal, das den Ausbruch in eine Lahar-Katastrophe verstärken würde. Die Lage des Sees über den Entwässerungstälern machte den Vulkan besonders gefährlich, sobald der Ausbruch begann.
Der Ausbruch beginnt gegen 21:00 Uhr.
**1919-05-19** — Kelud brach am Abend gewaltsam aus und leitete das Ereignis ein, das bald den Kratersee überfluten würde. Der Ausbruch war nicht nur explosiv; er bereitete den Weg für die Freisetzung von Wasser und Trümmern in die Täler darunter.
Lahars strömen die Entwässerungslinien hinunter.
**1919-05-19** — Der Kratersee entleerte sich in vulkanische Schlammlawinen, die durch mehrere Kanäle rasten und Dörfer sowie Brücken zerstörten. Die Lahare waren die Hauptursache für die Todesfälle, da sie Hitze, Gestein und Wasser in Siedlungen trugen, aus denen es kaum einen Ausweg gab.
Das Tageslicht offenbart das Ausmaß der Zerstörung
**1919-05-20** — Am Morgen sahen sich Rettungsteams und Beamte einer Landschaft aus begrabenen Häusern, zerstörten Straßen und verschwundenen Uferbereichen gegenüber. Die Katastrophe war von einem Ausbruch zu einem humanitären Notfall übergegangen.
Lokale Rettungs- und Suchaktionen beginnen
**1919-05-20** — Überlebende und Beamte organisierten Suchaktionen nach den Vermissten, oft in instabilem Schlamm und Trümmern. Kommunikations- und Transportausfälle machten diese ersten Rettungsversuche langsam und unvollständig.
Evakuierungs- und Hilfsmaßnahmen erweitern sich
**1919-05-21** — Als die unmittelbare Gefahr nachließ, richteten sich die Hilfsmaßnahmen auf Evakuierung, Unterbringung und Nahrungsverteilung. Viele Menschen hatten ihre Häuser, Ernten und den Zugang zu sauberem Wasser verloren.
Die geschätzte Anzahl der Todesopfer liegt im Tausenderbereich.
**1919-05** — Zeitgenössische und spätere Quellen geben die Zahl der Todesopfer häufig mit etwa 5.000 bis 5.100 an, obwohl die genauen Zahlen ungewiss bleiben, da viele Opfer weggespült oder begraben wurden. Die Unsicherheit selbst spiegelt das Ausmaß der Verwüstung wider.
Offizielle und wissenschaftliche Untersuchungen rekonstruieren den Mechanismus
**1919-06** — Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass die Tödlichkeit des Ausbruchs aus der Freisetzung des Kratersees in Lahare resultierte. Das Ereignis wurde zu einer wichtigen Fallstudie in der Analyse von vulkanischen Gefahren.
Feststellung: Kraterseen erfordern Gefahrenkontrolle
**1920-01** — Berichte und spätere wissenschaftliche Arbeiten betonten, dass der See von Kelud den Vulkan zu einer Lahar-Quelle gemacht hatte. Diese Erkenntnis beeinflusste die Denkweise von Vulkanologen und Verwaltungsbehörden über aktive Kraterseen.
Reformdiskussionen beginnen
**1920-12** — Behörden und Wissenschaftler diskutierten über eine verbesserte Überwachung und das Management des Kratersees von Kelud, um das zukünftige Lahar-Risiko zu verringern. Die Katastrophe trug dazu bei, das nachfolgende Denken über Maßnahmen zur Minderung in Indonesien zu prägen.
Kelud wird als Lahar-Katastrophe in Erinnerung behalten
**2000-01** — In späteren Erinnerungen und wissenschaftlichen Arbeiten galt der Ausbruch von 1919 als eines der klarsten Beispiele dafür, wie ein Kratersee Vulkanismus in massenhafte Ertrinkungen verwandeln kann. Die Erinnerung daran hielt in der wissenschaftlichen Literatur und im regionalen Gedenken an.
Sources
- reference_workEncyclopedia of Volcanoes, 2nd ed. — article on lahar hazards and Indonesian volcanoes
Useful for background on lahar mechanics and crater-lake risk.
- scientific_databaseGlobal Volcanism Program, Smithsonian Institution: Kelud
Baseline eruption history and activity summary.
- bookNewhall, C. G., and Punongbayan, R. S. (eds.), Fire and Mud: Eruptions and Lahars of Mount Pinatubo, but with comparative discussion of lahar processes
Comparative lahar science useful for contextual framing.
- academic_articleThouret, J.-C. et al., published studies on lahar hazards in Indonesia and volcanic drainage systems
Relevant peer-reviewed work on volcanic mudflows and drainage controls.
- bookW. J. M. van Bemmelen, The Geology of Indonesia
Classic reference for Indonesian geology and volcanic settings.
- official_reportThe Netherlands East Indies volcanic survey reports on Kelut/Kelud
Primary historical scientific reporting from the colonial period.
- official_reportKusumadinata, K., Volcanoes of Indonesia
Indonesian volcanological reference summarizing major eruptions including Kelud.
- reference_workSimkin, T. and Siebert, L., Volcanoes of the World
Standard eruption chronology and casualty estimates.
- academic_articleLavigne, F. et al., studies on crater lake eruptions and volcanic lahars in Java
Modern hazard analysis relevant to Kelud's 1919 mechanism.
Explore Related Archives
The disasters documented here connect to the broader record. Explore the context through our sister archives.


